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Provisionsdeckel der SPD - Die letzen Todesschreie einer einst stolzen Partei

Eine Kürzung der Provisionen bei Lebensversicherungen bedeutet für Kunden  das genaue Gegenteil, zu dem was die SPD und  Verbrauchershützer der Branche unterstellen wollen. Sogenannte "Falschberatung druch zu hohe Provisionen". Man beweist sich selber, dass solch eine Politik eher schadet als schützt.

Ausgangslage:
Die Regierung legte einen Gesetzesentwurf vor, indem die Provisionen bei einer Restschuldversicherung und Lebens-& Rentenversicherung zwangsweise abgesenkt bzw. bei einer Obergrenze begrenzt werden sollten. Nun wissen aber leider weder die Union mit ihrer totalen Blockardehaltung gegen einfach alles und die SPD wegen einer Gehirnwäsche durch sogenannte Verbraucherschützer werder wovon sie da reden, noch entscheiden sie in meinen Augen das richtige für die Kunden.

Denn das Ziel lautete "Finanzielle Anreize zu falscher Beratung durch überhöhte Provisionen zu unterbinden" was eine glatte Unterstellung einer Branche gegenüber entspricht.

 

Was aber bitte sind denn "unverhältnismäßig hohe Provisionen" in den Augen der Politik?
In der letzten Zeit wird in der Regierung immer öfter von einer angeblich dringend benötigten Regulierung von Provisionen bei der Vermittlung einer Versicherung gesprochen.
So spricht das Bundesministerium für Finanzen unter dem Kanzlerkandidaten der SPD Olaf Scholz davon, dass in dem Bereich der Versicherungsvermittlung unverhältnismäßig hohe Provisionen zugunsten von Vertretern bezahlt würden.


Dabei muss man wissen, dass die Provisionen bei einer Stornierung in den ersten 5 Jahren anteilig auch wieder zurückbezahlt werden müssen.

Wenn man also als selbständiger betriebswirtschaftlich arbeiten möchte, ist man gezwungen diese einmalige Provision so vorzuhalten, dass man sie eventuell auch wieder zurückzahlen könnte, oder man geht bei zu wenig Verdiensten ins Minus in dem Monat der Stornierung.
Vertreter erhalten ein Grundgehalt von einer Versicherung und verminderte Provisionen für eine Vermittlung. Daher wäre hier diese Abschlussprovision erst mal zum Ausgeben könnte man denken. Pustekuchen, denn sogenannte Stornos werden auch hier dann mit dem Grundgehalt eines Vertreters verrechnet in der Branche. Das kann dazu führen, dass ein Versicherungsvermittler mal kein Gehalt für die eigene Miete in diesem Monat besitzt, wenn er nicht betriebswirtschaftlichen Regeln nicht einhält.


Nun hat man aber nicht jeden Monat unbedingt immer einen Kunden, der sofort in die Altersvorsorge investieren möchte, aber es gibt natürlich auch ebenso genügend andere Tätigkeits-Felder mit Verdiensten, wie es auch laufende Courtagen für die Betreuung gibt. Aber es gibt dennoch Monate ohne jeglichen Neuabschluss und gleichzeitigen Stornierungen, was dann mit den laufen Courtagen verrechnet wird.

Beispiel bAV 185€ (vom Netto ca. 100€) 30 Jahre Laufzeit:

Wären 45€ pro Monat ratierlich, abzüglich Ek. & Gew. Steuern auf das bisschen.
Beispiel Riester Rente 100€ (1 Kind) 30 Jahre Laufzeit:

Wären 24€ pro Monat ratierlich, abzüglich Ek. & Gew. Steuern auf das bisschen, minus ca. 25% Rücklage für Rückzahlungen.


Was ist also unanständig, Vertreter die es Versteuern oder zurückzahlen müssen, oder Politiker die in der Masken Affäre Steuern hinterziehen wollen oder wie Olaf Scholz im Wirecard-Skandal und Cum-Ex-Skandalen in Hamburg einfach alles von sich abprallen und Steuerzahler für die eigenen Missetaten bezahlen lässt?
So äußerte er sogar im Fernsehen "... Versicherungsvermittler seinen Geldgierig".
"Wer hier Geldgierig war oder ist, liegt dabei doch aber auf der Hand nach den unzähligen Skandalen der Regierung."


Ein Provisionsdeckel würde das Gegenteil vom Ziel windiger Verbraucherschützer bedeuten:

Und es geht sogar noch schlimmer, Olaf Scholz und Verbraucherschützer begründen es auch noch damit, dass man so falsche Verkaufsanreize unterbinden könnte.
Dabei ist eine schlechte Beratung nicht Folge von überhöhter Provisionen, sondern von Verkaufsdruck in den Branchen oder von falscher Ausbildung.
Wie oben beschrieben kann also ein Versicherungsvermittler bereits heute schon unter argen Verkaufsdruck geraten. Insbesondere dann, wenn dazu noch bei benötigten Abschlüssen Fragen zur Gesundheit Provisionszahlungen hinauszögern können.
Senkt man also die Provisionen insgesamt auf alle Produkte, wie es Verbraucherschützer als notwendig vorgaukeln, wird nicht der Verkaufsdruck gesenkt, sondern massiv erhöht. Diese meist unausgebildeten Verbraucherschützer gehen nämlich davon aus, das ein Rentenprodukt ein Kapitalanlageprodukt ist, was Falschaussage darstellt. Denn es wird maximal mit einer Rentenhöhe für einen gewissen Beitrag geworben, die man durch Fondsanalagen im Vertrag noch erhöhen kann.

 

Und so besiegelt die Politik ihr eigenes Fehlverhalten und die Unwissenheit gegenüber den Verbrauchern:
So kam letztendlich heraus, dass die Restschuldversicherung weiterhin mit einer Provision belegt werden darf was eindeutig falsch ist. Denn Sie erhöht die Zinsgewinne der Bank bei einem Kredit, was durch Provisionen belohnt wird. Die private Rentenversicherunge erhält gar keinen Provisionsdeckel, was ich wegen der sehr niedrigen Versteuerung im Alter als falsch ansehe. Ebenso wie ich wegen einer vollen Versteuerung im Alter bei der Riester Rente und bAV keinen Provisonsdeckel als richtig bewerte.

Bei unabhängigen Versicherungsmaklern ist das nicht so das Problem, denn wir haben bei den Angeboten die Möglichkeit Provisionen zu senken oder gar als Honorarvermittlung auszukoppeln und überlassen so dem Kunden was er möchte, so wie es sich gehört.
Versicherungsvermittler haben aber meist kaum diese Angebotsfreiheiten. Und so wäre es erheblich angemessener dahingehend zu reformieren, dass die gesamte Branche es dem Kunden überlassen sollte, welches Vergütungs-Modell er nach der 'Beratung wählen möchte.

 

Denn für geringe Einkommen und Niedriglöhner kommt es jetzt ganz bitter wegen der GroKo
Die GroKo hat jüngst eine so geringe Grundrente beschlossen, dass man in einen Steuerzwang gerärt im Alter aber gleichzeitg nicht genug Rentenleistung erhält, um die Steuern neben der Krankenversicherung, Miete und Lebenshaltungskosten auch noch bezahlen zu können.
Das warum, habe ich in einem anderen Blog erklärt "Das Grundrenten Schreckgespenst ist frei."
Spart man als Geringverdiener also in einer Riester Rente oder betrieblichen Altersvorsorge würde es genau diese Gruppe der Bevölkerung besonders bitter und hart mit einem Provisionsdeckel treffen. Nämlich mit einer Zwangsversteuerung der Grundrente in Kombination wegen den voll zu versteuernden Zusatzrenten, die dann noch höher zu versteuern wären, weil Provisionen abgesenkt würden.
So beweist man letzendlich, wie schädlich manche Forderungen von Politikern und Verbraucherschützer wirklich sein könnten.

"Was jetzt natürlich nicht der Ruf nach mehr Provisionen bedeuten soll, sondern den Status Quo und die unsinnige Diskussion bei Provisionen deutlich machen soll."