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Was sich 2021 bei Rente und Co. ändert

 

2021 wird sich wieder einiges bei gesetzlicher Rente, Krankenversicherung und Steuern ändern.

Aber es wird auch einige Änderungen geben, die mit höheren Abgaben bzw. Beiträge zu Buche schlagen.

Rund um Versicherungen

Eine neue Grundrente im Alter
Mit 2021 wird eine neue Grundrente eingeführt. Um diese Grundrente zu erhalten, müssen Sie mindestens 35 Jahre über ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis Beiträge zur gesetzlichen Rente bezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben.
Liegen Sie dann zum Rentenbeginn mit Ihrer steuerliche Einkünften, also Rente, Mieteinnahmen oder Zinsgewinnen, unter 1.250€ (1.950 verheiratet) mtl. erhalten Sie die Grundrente automatisch. Es werden durch diesen Schritt ca. 1.5 Millionen Rentner mehr Geld erhalten.

Sie beträgt nach 35 Jahren mind. 950€ mtl. und kann sich je nach Hinzuverdienst zwischen den Beitragszeiten von 35 bis 45 Jahren bis auf maximal 1.050€ erhöhen.

Durch die Einführung eines Freibetrags beim Wohngeld soll gewährleistet werden, dass die Grundrente beim Wohngeld nicht voll als Einkommen angerechnet wird und somit zusätzlich zur Verfügung steht. Das Problem, dies müssen Sie dann aber wiederum bei dem Amt für die Grundsicherung im Alter selbst beantragen und wird nicht automatisch ausgezahlt.


Gebäudeversicherungen können teurer werden

In diesem und dem kommenden Jahr werden auch kräftige Preisanpassungen bei den Gebäudeversicherungen erwartet.
Spartipp: 
Ein Vergleich der Wohngebäudeversicherung lohnt sich. Besonders immer dann, wenn man die Versicherungspolice lange nicht auf den neusten Stand der Gesetze durch eine Tarifanpassung gebracht hat.
Aber Vorsicht !
Man kann nicht einfach so wechsel wie man möchte, sonst läuft man Gefahr seinen Versicherungsshutz zu verlieren. Und das kann z.B. bei einer Hypothek schlimm enden.
Es gibt also ein paat Punkte, die Sie bei einem Wechsel zu beachten haben.
Wir überprüfen Ihre Wohngebäudeversicherung und beraten Sie gerne zu eniem Wechsel

Krankenkassenbeiträge steigen

Es ist mit steigenden Beiträge zur Krankenversicherung zu erwarten. Diese wurden jedoch durch die Bundesregierung wegen den Folgen der Corona Pandemie gedeckelt und werden darüber hinaus dann durch zuätzliche Steuern subventioniert.


Rund um die Steuern

Rürup(Basis) Rente

Sie können im nächsten Jahr wieder mehr von Ihren beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und sogenannten Rürup-Rente absetzten. Der Anteil den Sie von der Steuer absetzen dürfen steigt bis 2025 auf 100% an.

Der Höchstbetrag beträgt nächstes Jahr 25.787 Euro (bei Verheirateten 51.574 Euro).

Davon werden im kommenden Jahr dann 92% steuerlich anerkannt.

Wer den Steuervorteil der sogenannten ersten Versorgungsschicht voll ausschöpft, kann somit 23.724 Euro (Ehepaare 47.448 Euro) absetzen.

 

Aber Achtung:

Bitte bedenken Sie, dass sich der abzugsfähige Höchstbeitrag aus den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rürup-Rente zusammen setzt.

Hinweis für Arbeitnehmer:

Ziehen also zuerst Ihren eigenen Jahresbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung von 25.787 ab und Sie erhalten die maximal steuerfähige Summe für die Rürup-Rente.

Hinweis für Selbständige:

Auch Selbständige müssen zuerst Ihren eigenen Jahresbeitrag zu einem Versorgungswerk von 25.787 ab ziehen und sie erhalten die maximal steuerfähige Summe für die Rürup-Rente.

Bei allen anderen Selbständigen sind die vollen 25.787€ zu einer Rürup-Rente steuerlich abzugsfähig.


Ab 2021 entfällt der Soli für viele
Und auch der Solidaritätszuschlag (Soli) fällt ab 2021 für die meisten Bürger weg. 90 Prozent der zahlenden Bundesbürger werden dadurch entlastet. Konkret heißt das: Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben. Dadurch wird zukünftig bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro kein Soli mehr fällig wird.
Die Grenze für monatliche Einkommen, bei dem ein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von 972€ auf 16.956€ monatlichem Einkommen angehoben. Somit werden rund 90% der Einkommen von diesem Zuschlag befreit.

Achtung, bei Betriebsrenten weniger Nettoeinkommen möglich!
Bitte bedenken Sie, dass Sie bei einer betrieblichen Altersvorsorge, also einer Entgeltumwandlung von Gehalt in Rente dadurch einen Vorteil erzielten, weil Sie Ihr Bruttoeinkommen um z.B. 200€ Beitrag zur Altersvorsorge abgesenkt haben und somit auch weiger Steuern mussten. Fällt also der Solidaritätszuschlag bei Ihnen weg, können Sie bei diesem Punkt nicht mehr Abgaben einsparen und werden wegen einer bAV etwas weniger Nettogehalt erhalten.

Und auch der Solidaritätszuschlag (Soli) fällt ab 2021 für die meisten Bürger weg. 90 Prozent der zahlenden Bundesbürger werden dadurch entlastet. Konkret heißt das: Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben. Dadurch wird zukünftig bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro kein Soli mehr fällig wird.

KFZ-Steuer steigt

Für Neuzulassungen steigt die KFZ Steuer. Sie orientiert man sich ab dem 1. Januar 2021 stärker am Schadstoff-Ausstoß. Je höher die Emissionen, desto höher die Steuer.

Spartipp: Überprüfen Sie mit uns eine entsprechen KFZ Versicherung, wodurch Sie wiederum Geld einsparen können.

 

Ihre KFZ Versicherung können Sie von uns über folgenden Linkvergleichen lassen:

KFZ Vergleich

Soziaversicherungswerte ab 2021


Die BBG zur Rente steigt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Auch die Beitragsbemessungsgrenzen werden im kommenden Jahr ansteigen. Für die Rente galt bislang eine Anrechnung der Rentenbeiträge (18,6%) bis zu einem monatlichen Einkommen von 6.900€. Ab 2021 steigt diese Grenze auf 7.100€ an und bedeutet, dass bis zu dieser neuen Obergrenze Rentenbeiträge zu bezahlen sind.

Achtung weniger Nettoeinkomen aber mehr Rente!

Arbeitnehmer mit Einkommen über der 7.100€ pro Monat werden deswegen also weniger Nettoehalt bekommen (bei 10.000€ Einkommen macht dies nur 18,60€ weniger Nettoeinkommen). Allerdings erhalten sie dafür aber auch mehr Altersrente.


Arbeitgeber erhalten ab 1.1.2021 elektronische Mitgliedsbescheinigungen

Bei Neueinstellungen oder wenn Mitarbeiter die Krankenkasse wechseln, benötigt der Arbeitgeber eine Mitgliedsbescheinigung der jeweiligen Krankenkasse. Diese wird bisher auf dem Papier ausgestellt.

Ab dem 1.1.2021 erhalten Arbeitgeber direkt eine elektronische Rückmeldung vom Versicherungsunternehmen. Da für Entgeltabrechner und Arbeitgeber allein die Information entscheidend ist, dass der betreffende Mitarbeiter die richtige Krankenkasse angegeben hat, reicht die Rückmeldung des Versicherungsunternehmens. Die Papierbescheinigung wird grundsätzlich überflüssig.


Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung

Rechengrößen für 2021 (Werte für 2020 in Klammer)

 

Versicherungszweig und Zeitraum

 

West

 

Ost

 

Kranken- und Pflegeversicherung, jährl.

 

58.050 € (56.250 €)

 

58.050 € (56.250 €)

 

Kranken- und Pflegeversicherung, monatl.

 

4.837,50 € (4.687,50€)

 

4.837,50 € (4.687,50€)

Renten- und Arbeitslosenversicherung, jährl. 85.200 € (82.800 €)

 

80.400 € (77.400 €)

 

Renten- und Arbeitslosenversicherung, monatl. 7.100 € (6.900 €) 6.700 € (6.450 €)

Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt:Höhere Hürde für Wechsel in private KV

Die aktuellen Jahresarbeitsentgeltgrenzen (JAE) sind notwendig, um die Versicherungspflicht der Beschäftigten (sowie der Arbeitgeber, falls Versicherungspflicht besteht) zu prüfen.

 

Bezugsgrößen für 2021

(Werte für 2020 in Klammer)

Versicherung Zeitraum Ost

West

 

Krankenversicherung/

Pflegeversicherung

jährlich 39.480 € (38.220€)

39.480 € (38.220€)

  monatlich 3.290 € (3.185 €)

3.290 € (3.185 €)

 

 

 

Rentenversicherung/ Arbeitslosenversicherung

 

jährlich

 

 

37.380 € (36.120€)

 

 

39.480 € (38.220€)

  monatlich 3.115 € (3.010 €) 3.290 € (3.185 €)